Tetyana Kulbych
Semesterentwurf "Parken + Wohnen", Fach Entwerfen

SS 2001, Stuttgart


Plakate
Plakate
Konzeptideen
Konzeptideen

Ausgangsidee:

Die erste und die wichtigste Funktion des Autos ist - zu fahren!

Das Auto ist aber nur 1,5 Stunden am Tag so zu sagen "im Aktion" - es wird gefahren. 22,5 Stunden steht das Auto, ist "tot", wird nicht benutzt und braucht auch noch zusätzliche "Verpflegung"...

Wir bauen sogar noch extra Häuser für Autos. Ist es wirklich notwendig?

Gehen wir davon aus, das in näherem Zukunft alle Autos umweltfreundlich werden und wir das Auto nicht mehr mit den Abgasen und unangenehmen Geruch von Benzin verbinden werden...

Modelle in der Umgebung, Pragsattel, Stuttgart-Killesberg
Modelle in der Umgebung, Pragsattel, Stuttgart-Killesberg
Modelle in der Umgebung, Pragsattel, Stuttgart-Killesberg
Bauplatz, Pragsattel, Stuttgart-Killesberg
Modelle in der Umgebung, Pragsattel, Stuttgart-Killesberg
Modelle in der Umgebung, Pragsattel, Stuttgart-Killesberg
Modelle, Fotos
Modelle

Welche Vorteile würden sich aus der Verbindung "Wohnen + Parken" ergeben?!

- SICHERHEIT

- Keine Gefahr mehr durch die Gewalt in dunklen, menschenlosen Parkhäusern

- Mein "Lieblings-Kind" - Auto - ist immer bei mir

- Kein Diebstahl oder Wandalismus - in meiner Wohnung ist mein Auto genau so sicher, wie ich und meine Familie

- Psychologische Gründe - automatische Systeme sind bei Menschen nicht beliebt (sie haben Angst vor der Technik)

- Die Menschen ziehen es vor, das Auto immer für sich zugänglich zu haben, als ihr "Kind" in die "Ungewissheit" der Automaten übergeben zu müssen

- BEQUEMLICHKEIT

- Zeit und Mühe sparen

- Kein Extra-Weg von Zuhause bis zum Parkplatz und umgekehrt

- Das Auto wird gleich in der Wohnung ausgepackt

- Kinder werden nicht mit der Straßenverkehr-Gefahr konfrontiert

- Keine endlose Suche nach einem freien Parkplatz

- Keine unangenehmen Erfahrungen in stinkenden und leblosen Parkhäusern

- Die Fläche wird nicht in die Breite, sondern in die Höhe benutzt

- Auto - ein zusätzlicher Nebenraum im Haushalt

- SHOWEFFEKT

- Kultobjekt - Auto

- Das Auto wird 90% der Zeit nicht in einem dunklen Parkhaus vor den Menschen versteckt, sondern ich habe mein "Lieblings-Kind" immer bei mir und kann es den anderen zeigen

- Auto als Statussymbol

- Auto - mein Lieblings-Spielzeug!

- Selbstdarstellungsbedürfnis - "mein Auto präsentiert mich"

- Auto als Zeichen: "Ich wohne hier!" oder: "Ich bin zuhause!"

- Werbung (Die Auto sind in den "Schaufenster" ausgestellt)

- Die großen Autofirmen können, das fördern, dass man gerade ihres Auto in der Wohnung, im Hotel oder im Büro ausstellt


Konzeptideen
"Parken + Wohnen"
Auto + Wohnen
Auto + Wohnen
Auto + Wohnen
Auto + Wohnen
Auto + Wohnen
Auto + Wohnen
Auto + Wohnen
Auto + Wohnen

Man kann das Auto immer bei sich haben - in der Wohnung, im Hotel, im Büro...


Als Stichprobe-Beispiel habe ich mich mit dem "Wohnen + Parken" in einem Hotel beschäftigt.

Menschen in einem Hotel sind eigentlich in der gleichen Situation wie Autos in einem Parkhaus.

So wie es für ein Auto "normal" ist zu fahren, ist es für einen Menschen "normal" zuhause zu wohnen. Was wird, wenn wir Autos und Menschen vorübergehend in einem gemeinsamen Haus "abstellen"?!

Die Erfahrung solcher "Symbiose" ist eigentlich schon seit langem gemacht - in Motels. Auto als persönliche Erweiterung des Motelzimmers. In Amerika gibt es aber eine Menge freien Fläche. Deswegen kann man sich leisten, breite Flächen eingeschossigen Bebauung mit Parken belegen. Außerdem gibt es in Europa Anforderungen an besondere Qualität des Wohnens. Das kann man vielleicht mit den "Motels" auf einem höheren Niveau erreichen.

Es werden Hotels und Parkhäuser nebeneinander gebaut... Warum nicht zusammen ?!



Hauptkonzeptideen:

- Personirrung der "unpersönlichen" Hotels. Man bringt in ein neutrales Zimmer sein Auto, als sein eigenes Möbelstück, mit

- Zeichen nach "Außen" - "ist besetzt", "Ich wohne jetzt hier!"

- Gleichgewicht zwischen dem Platz für Auto und dem Platz für Menschen

Anerkennung
Preisverleihung, Berlin, 2001
Anerkennung

Preisausschreibung Traffic Design Award 2001 "Renault"

aus: http://www.traffic-design.de/pages/award2001/hochschule_6.html:

Anerkennung: "parken + wohnen"
Entwurf: Tetyana Kulbych

Die wichtigste Funktion des Autos ist das Fahren. Doch statistisch ist es nur 1,5 Stunden pro Tag in Aktion, die restliche Zeit wird es nicht benutzt und verschwindet in dunklen Parkhäusern. Ausgangspunkt des Entwurfs "parken + wohnen" ist die Frage, ob dies wirklich nötig ist. "Es werden Hotels und Parkhäuser nebeneinander gebaut. Warum nicht zusammen?". Außerdem sind Menschen in einem Hotel in der gleichen Situation wie Autos in einem Parkhaus. "parken + wohnen" bringt beide vorübergehend in einem gemeinsamen Haus unter. Der Gast bringt sein Auto als eigenes Möbelstück mit in ein neutrales Hotelzimmer.

Vorteile dieser Verbindung sieht die Stuttgarterin in mehr Sicherheit, Bequemlichkeit und einem "Showeffekt". Das Auto als Statussymbol präsentiert seinen Besitzer und befriedigt in der Wohnung das Selbstdarstellungsbedürfnis. Doch auch einsame Wege durch menschenleere Parkhäuser, Diebstahl und Vandalismus, endloses Parkplatzsuchen und Zeitverluste gehören der Vergangenheit an.